
Monte Verità

Produktion: Produktion Teatro Dimitri, Teatro San Materno, Werkstatt für Theater Luzern
Jahr: 2016
Text: Hanspeter Gschwend
Regie: Livio Andreina
Bühne: Kostüme, Masken: Anna Maria Glaudemans
Choreografie: Tiziana Arnaboldi
Musik Komposition und Leitung: Oliviero Giovannoni und Michael Fleiner
Künstlerische Mitarbeit: Masha Dimitri
Der Monte Verità ist die Bühne eines kurzen, verdichteten Menschheitsdramas. Das Stück zeigt vielfältig und anschaulich Szenen aus den ersten zwanzig Jahren des Geschehens auf dem Berg. In dieser Zeitspanne zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts hat sich im Wesentlichen die Geschichte abgespielt, die den magischen Ort weltberühmt machte – der Rest war Nachspiel. Das Geheimnis der anhaltenden Wirkungskraft des Dramas liegt in der Faszination des Traums vom freien, erfüllten, naturnahen und kreativen Leben in einer idealen Gemeinschaft und Umgebung. Und in den Gründen des ernüchternden Erwachens.
Die Hauptpersonen dieses Dramas treten am Ort des Geschehens nochmals auf. Die Gründer der Gemeinschaft verkörpern die damaligen Ideale: Befreiung von den Zwängen des bürgerlichen Lebens, von krankmachenden Genüssen, Selbstversorgung, Entfaltung in Kunst, Tanz, Musik, Meditation. Und sie erleben das Scheitern im Konflikt zwischen Individualismus und Gemeinschaft, zwischen Idealen und den Anforderungen des wirtschaftlichen Überlebens. Ihnen stehen die Fischer, Bauern und Handwerker des damaligen Ascona gegenüber, Menschen, für die Natur eine alltägliche Herausforderung war und das Leben auf dem Berg ein bald bewundertes, bald verspottetes Kuriosum.