Alles trennt
Produktion: Freirampe
Jahr: Premiere September 2017, Tournee 2018
Regie: Stefan Camenzind
Ort: Kellerbühne St. Gallen, Kellertheater Winterthur, Theater Uri, Theater im Burgbachkeller Zug, Stuhlfabrik Herisau
Text: Rebecca C. Schnyder
Rolle: Lina
Mit: Romeo Meyer, Doris Strütt
Dramaturgie: Eveline Eberhard
Regieassistenz: Rebekka Spinnler
Bühne: Angelica Paz Soldan
Lichtdesign: Kaspar Schäfer
Kostüm: Jaqueline Kobler
«Zwei für ein Ganzes»: Seit Renata von ihrem Mann verlassen wurde, zählen für sie nur noch der Alkohol und die Beziehung zu ihrem Kind. Um ihre Tochter Lina immer mehr an sich zu binden, zwingt Renata ihr deshalb ein rigides Ordnungssystem auf. Und so beschränkt sich Linas Leben auf den wöchentlichen Einkauf und auf das Sortieren der zahlreichen Pfandflaschen. Allein ihre Fantasie – angeregt durch Werbespots aller Art – verschafft kleine Ausflüchte aus der Struktur. Als eines Tages der Jurastudent Leo auftaucht, um eine Räumungsklage vorbeizubringen, droht die strikte Ordnung zwischen Mutter und Tochter jedoch zu bröckeln. Lina verliebt sich und fasst den endgültigen Entschluss, gemeinsam mit Leo dem «Wohnst du noch oder lebst du schon»- Albtraum zu entfliehen. In kurzen, zarten Episoden entwickelt die Autorin eine berührende Geschichte, in der die Sehnsucht nach individueller Entfaltung Überhand gewinnt, bis der Bruch im «Ganzen» nicht mehr zu kitten ist.